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Kommt die Stromsteuer-Senkung für Privathaushalte? Stand und mögliche Ersparnis

Stromrechnung mit Taschenrechner zur Stromsteuer-Senkung für Privathaushalte

Die Stromsteuer-Senkung für Privathaushalte ist bisher nur angekündigt, nicht beschlossen. Du zahlst also weiter 2,05 ct/kWh Stromsteuer, während Industrie sowie Land- und Forstwirtschaft seit Anfang 2026 dauerhaft nur 0,05 ct/kWh zahlen.

Inhalt
  1. Stromsteuer-Senkung für Privathaushalte: Was ist der Stand?
  2. Wie viel würdest du sparen?
  3. Was du jetzt schon sparen kannst
  4. Würde mein Versorger die Senkung weitergeben?
  5. Häufige Fragen

Verbraucherschützer fordern schon lange die Senkung für alle, etwa der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Hier bekommst du den aktuellen Stand und eine ehrliche Rechnung.

Stromsteuer-Senkung für Privathaushalte: Was ist der Stand?

Was Stand (Oktober 2026)
Koalitionsvertrag Senkung für alle vereinbart
Ankündigung Merz 12.10.2026: „Die Stromsteuer wird für alle gesenkt“, ohne Datum
Finanzminister Klingbeil offen, aber Finanzierung unklar
Haushaltsentwurf 2027 keine Senkung für Privathaushalte
Gesetz gibt es noch nicht

Heißt für dich: Solange kein Gesetz durch Bundestag und Bundesrat ist, ändert sich auf deiner Rechnung nichts. Ein Termin ist nicht absehbar.

Wie viel würdest du sparen?

Gesenkt werden könnte auf das EU-Minimum von 0,1 ct/kWh. Die Stiftung Klimaneutralität hat geschätzt, was das bringt:

  • Haushalt mit 3.500 kWh: rund 80 € im Jahr
  • Haushalt mit Wärmepumpe und E-Auto: rund 270 € im Jahr

Für den Bund wären das etwa 5 Mrd. € weniger Einnahmen pro Jahr, rund die Hälfte davon entfiele auf private Haushalte. Genau daran hakt es gerade.

Der vzbv hält selbst das für zu wenig: Er fordert eine Entlastung von insgesamt 5 Cent pro kWh beim Strompreis. Die Stromsteuer allein bringt knapp 2 Cent davon, inklusive Mehrwertsteuer etwas mehr.

So rechnest du selbst nach

Nimm deinen Jahresverbrauch und multipliziere ihn mit 1,95 ct (Differenz zwischen 2,05 und 0,1 ct). Dazu kommt noch die Mehrwertsteuer, weil sie auch auf die Stromsteuer anfällt.

Deinen Verbrauch findest du auf der Jahresabrechnung. Wie du sie richtig liest, zeigt unser Ratgeber Stromrechnung prüfen.

Was du jetzt schon sparen kannst

Warten lohnt sich nicht: Die Differenz zwischen Grundversorgung und günstigen Tarifen ist oft größer als jede Steuersenkung. Prüf deshalb deinen Tarif und deinen Abschlag.

  • Tarif checken: Viele Haushalte stecken noch in der teuren Grundversorgung.
  • Abschlag anpassen: Mit unserer Anleitung Abschlag Strom berechnen siehst du, ob deine Rate passt.
  • Netzentgelte im Blick: Sie ändern sich zum Jahreswechsel regional, mehr bei den Netzentgelten 2027.

Mit Wärmepumpe oder Wallbox kannst du zusätzlich über reduzierte Netzentgelte sparen, siehe steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a.

Würde mein Versorger die Senkung weitergeben?

Die Stromsteuer ist ein fester Preisbestandteil, den Versorger an dich weiterreichen. Sinkt sie, muss dein Preis entsprechend sinken. Prüf dann auf der nächsten Rechnung, ob die Senkung angekommen ist.

Umgekehrt gilt: Erhöht dein Versorger in der Zwischenzeit die Preise, etwa wegen höherer Beschaffungskosten, hast du ein Sonderkündigungsrecht. Beim Gas droht das gerade vielerorts, siehe Gaspreiserhöhung zum Januar 2027.

Die genauen Preisbestandteile und Mitteilungsfristen erklärt die Bundesnetzagentur.

Häufige Fragen

Gilt die Stromsteuer-Senkung von 2026 auch für mich?

Nein, die dauerhafte Senkung auf 0,05 ct/kWh gilt nur für produzierendes Gewerbe sowie Land- und Forstwirtschaft. Haushalte zahlen weiter den vollen Satz.

Muss ich etwas beantragen, wenn sie kommt?

Nein, die Senkung würde automatisch über deinen Strompreis wirken.

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